UNBESCHWERT

Ein interaktives und multimediales junges Ausstellungsprojekt über die Leichtigkeit des Seins.

„Wann warst du das letzte Mal unbeschwert? Federleicht mit Sonne im Gesicht und Wind in den Haaren, der Geist entspannt. Der Himmel blau und die Zukunft voller Möglichkeiten. Glasklar – frei – ruhig. Kannst du dich noch daran erinnern wie sich dein Körper anfühlt ganz unbeschwert? So weich, so leicht. Zu leicht? Es wird zu bequem, aus Sorglosigkeit wird Ignoranz und Überfluss. Du spürst die Schwere, die Erdanziehung, die an deinem Körper haftet, das Gewicht auf deinen Schultern. Du kennst den Druck, der sich mit jeder Sekunde unerträglicher anfühlt, das Karussell deiner Gedanken, das einfach nicht aufhört sich zu drehen. Wo ist die Leichtigkeit jetzt?

Lass uns das Gefühl des Schwebens für Andere erfahrbar machen, denn wer könnte gerade nicht ein bisschen Unbeschwertheit gebrauchen?“

Unter dem Motto „Unbeschwert“ startete unser Projekt im Rahmen von participART – Medien.Kunst.Pädagogik in den Osterferien 2022 mit einer Kick-Off Veranstaltung. Gesucht wurde eine Gruppe von Jugendlichen, die ein spannendes Experiment mit uns wagen möchten: Innerhalb eines Jahres möchten wir gemeinsam eine Ausstellung entwickeln zwischen Theater, Kunst und Game.

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen

1.   Ideenfindung: Erarbeitung des Themas und Inhalts für das Ausstellungsprojekt

2. Ausarbeitung der Installationen, Gameelemente, Szenografie

3. Umsetzung

4. Laufzeit der Ausstellung und Rahmenprogramm

Der uzwei im Dortmunder U steht eine Fläche von ca. 400 qm für Ausstellungen zur Verfügung. Diese Ausstellungsfläche wird mit Ausstellungen bespielt, die sich interaktiv mit Themen von Kindern- und Jugendlichen beschäftigen uns sich an ein junges Publikum richten. In dem Projekt „Unbeschwert“ wird erstmalig eine Ausstellung gezeigt, die Jugendliche von der Entstehung bis zur Umsetzung selbst entwickelt haben. Sie werden dabei zu Künstler*innen, Raumgestalter*innen, Filmemacher*innen, Gamedesigner*innen und Kurator*innen.

Die uzwei ist art.space in dem Projekt participART – einem Projekt an der Schnittstelle zwischen Medien, Kunst und Pädagogik.

Autor*innen

art.space: uzwei im Dortmunder U: Lioba Sombetzki

Materialien und Tools

  • Theaterpädagogische Begleitung, Workshops von Expert*innen (creative gaming, Creative coding, Blender und Unity, 3D Visualisierung, Musik und Ton, etc.)
  • Computer, Adobe creative cloud, Ipads, Musikboxen, Beamer, 3D-Drucker, VR-Brillen, uvm. 
  • Team: Ein Theaterpädagoge, eine Projektleitung, eine Kunstvermittlerin, eine Szenografin, eine szenografie Assistentin, eine creative Coderin, eine 3D Expertin, ein 3D Experte, ein technischer Leiter, ein Techniker, 10 Jugendliche

Zielgruppe

Junge Menschen zwischen 15 und 21

Zeitraum

April 2022 – Mai 2023

Bilder/Videos oä. 

Einführung 

Der Kerngedanke der Konzeption war: Wie können wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, den Prozess einer Ausstellung vom Anfang bis zum Ende mitzuerleben und dabei in verschiedenen Rollen selbstbewusst und mit Selbstwirksamkeit zu agieren? Das Projekt schafft nun genau diesen Raum: ein experimenteller Ort an dem Workshops stattfinden, gemeinsam regelmäßige Treffen für die Konzeption der Installationen und Kunstwerke, ein Raum für den Austausch und für Spaß, eine verbindliche Kerngruppe die respektvoll miteinander umgeht, ein Ziel auf das hingearbeitet wird und dabei immer wieder Raum zum Scheitern, neu denken, verwerfen und jubeln. 

Praxis 

Phase 1 – April 2022 bis Juni 2022

Jede Woche Mittwoch zwischen 16.30 und 19.30 Uhr trifft sich eine Gruppe von Jugendlichen zwischen 15 und 22 Jahren gemeinsam mit den Theaterpädagog*innen und Projektleiter*innen Lioba Sombetzki und Hans Peters. Die Jugendlichen lernen sich untereinander mit theaterpädagogischen Methoden kennen und nähern sich mit kreativen Methoden dem groben Oberthema „Unbeschwert“ an. Die Jugendlichen probieren sich dabei in verschiedenen künstlerischen Sparten aus. Es wird getanzt, fotografiert oder gedichtet. In einem Brainstorming geht es um die Findung der Inhalte sowie die Frage, wie man die drei Bereiche Theater, Kunst und Game verbinden kann und welche spannenden Formen daraus entstehen.

Die Medienpädagogin Christiane Schwinge von der Initiative Creative Gaming begleitet diesen Prozess und gibt Anregungen für spielerische Interaktionen für die entstehende Ausstellung.

Phase 2 – August 2022 bis Oktober 2022

Nun geht es an die Ausarbeitung der Ausstellungsinhalte. Multimediale Inhalte, wie Game-Elemente, Filmsequenzen oder Sound werden erstellt. Hierbei erhalten die Jugendlichen Unterstützung von Filmemacher*innen, Spielentwickler*innen und weiteren Medienpädagog*innen.

Phase 3 – November 2022 bis Januar 2023

Die Ausstellung entsteht. Gemeinsam mit zwei Szenografinnen wird an den Objekten sowie der Raumgestaltung gearbeitet. Die Jugendlichen schreiben Texte für Plots oder ein Ausstellungsheft und erarbeiten die Inszenierung der Inhalte.

Phase 4 – Februar 2023 bis Mai 2023

Die Ausstellung ist für Besucher*innen des Dortmunder U geöffnet. Jeden ersten Sonntag im Monat findet der Familiensonntag im Dortmunder U statt. Dabei ist auch die uzwei für Familien geöffnet. An diesen Sonntagen werden die Teilnehmenden Jugendlichen selbst Führungen für Famlien halten und ein vielfältiges rahmenprogramm für die Ausstellung gestalten.

Abschluss und Reflektion

Die ersten Projektphasen sind gut gelaufen. Die Gruppe hat sich durch verschiedene Werbeanrufe schnell gefunden und ist seit dem Start konstant dabei geblieben. Eine Teilnehmerin ist im Sommer zurück in die Ukraine geflogen, ist aber immer noch Teil der Gruppe. Die Konzeptphase hat verschiedene Ideen hervorgebracht, die bis Ende des Sommers konkretisiert wurden und nun durch Dummies und verschiedene Proben verstetigt werden. Die einzige Schwierigkeit war vorherzusehen und ist in vielen Jugendprojekten gleich: die Verbindlichkeit zu den einzelnen Treffen zu erscheinen. Da die Teilnehmer*innen sowohl schulisch als auch an der Uni oder FH sehr eingespannt sind, ist es für viele schwierig jede Woche zu den Treffen zu erscheinen. Dennoch bekommen wir durchweg positive Rückmeldungen zu den Treffen und den Wunsch, das Projekt fortzuführen.

Interessante Links

Alle Ideen, Gedanken und Ergebnisse werden in einem Padlet zusammengefasst.